Was hat es mit unserem Stallnamen „Zauberland Alpakas“ und dem Logo auf sich? Es geht nicht um Zauberei, sondern um „zauberhafte“ Tiere – um Gottes wunderschöne Schöpfung.
Als wir vor 25 Jahren ein Logo suchten, faszinierte uns die Mythologie, nach der das Alpaka ein „Geschenk der Götter“ sei – genauer ein Geschenk von „Inti“, dem Sonnengott der Inka, an die Peruaner. Kein anderes Volk der Welt konnte dieses wunderschöne Tier mit dem wertvollen Vlies sein eigen nennen. Heute erfreut sich das charmante Alpaka überall in der Welt wachsender Beliebtheit. Selbstverständlich gibt es keinen „Sonnengott Inti“, sondern nur den allmächtigen Gott, unseren himmlischen Vater, den Gott Abrahams, Isaaks und Jakobs.
Die Geschichte mit dem Sonnengott erinnerte mich damals an die Frühgeschichte der Familie meiner Mutter, der Familie von Wedel. Die Familie der Grafen und Herren von Wedel war im frühen Mittelalter im Besitz einer bronzenen oder goldenen Plastik einer Sonnengöttin, der sogenannten „Güldenen Fru“. Man nimmt heute an, dass die Familie – bei ihrer ersten urkundlichen Erwähnung im frühen 12. Jahrhundert zu den Landesältesten Stormarns zählend – diese Plastik aus ihrer eigenen vorchristlichen Vergangenheit erhalten hatte. Die Skulptur ist später ins Völkerkundliche Museum nach Berlin gekommen. Das Wappen der wedelschen Familie ist noch heute ein Sonnenrad, das später auch als Richtrad interpretiert wurde. Seit der Ersterwähnung vor über 800 Jahren sind die Wedels selbstverständlich Christen; einen Sonnengott betet heute niemand mehr an.
Was hat es mit dem Zauberland-Logo auf sich?
Von dieser norddeutschen „Sonnengöttin“ abgeleitet ist unser Logo entstanden. Es soll ausdrücken, dass Alpakas wie alles auf der Welt von Gott dem Allmächtigen geschaffen wurden. Das allsehende Auge verdeutlicht Gottes Allmacht und dass es ihm wichtig ist, dass wir seine Gebote halten und seine Schöpfung bewahren – und damit auch die Verantwortung, die wir als Züchter und Halter dieser kostbaren Tiere tragen.
Abb. No. 2 zeigt einen Sonnentempel, in dem die alten Sachsen die Sonne verehrten. Römische Geschichtsschreiber berichteten, dass die alten Sachsen an vielen Orten in Norddeutschland Altäre errichtet hatten – unter anderem in Wedel (Velano) in Holstein und in Salzwedel (Sol-Vel) in der Altmark. „Sol“ bedeutet Sonne, „Weel“ Haus.
Abb. No. 3 zeigt eine Plastik der wedelschen „Güldenen Fru“. Sie trug auf dem Leibe eine Sonnenscheibe, die auf den drei sichtbaren Punkten befestigt war.
Abb. No. 4 ist eine der ersten Abbildungen des wedelschen Wappens, ein Siegel aus dem 13. Jahrhundert – im Zentrum steht das Sonnenrad bzw. Richtrad.
Warum der Name Zauberland?
Alpakas sind besondere, „zauberhafte“ Tiere: sanftmütig, intelligent und neugierig, mit einem Charme, der einen vereinnahmen kann. Linda Tellington-Jones sagte: „Wenn Dich ein Alpaka mit seinen großen Augen anschaut, schaut Dich Gott an.“
Ich werde nie vergessen, wie ein vielleicht sechsjähriges Mädchen auf der 1. britischen Alpakashow im April 1999 zum ersten Mal ein junges Alpaka streichelte – vor Begeisterung blieb ihr der Mund offen stehen, dann raunte sie: „Ohh, mum, mum, this is the softest thing in the whole wide world…“
Zauberland ist ein Land, das es in der Sehnsucht vieler Menschen gibt: die Sehnsucht nach dem Reich des Friedens. Es gibt Momente, in denen Menschen bewusst wird, wie wunderbar Gottes Schöpfung ist. Wer sich mit Alpakas beschäftigt, verspürt dieses Gefühl der Freude und des Glücks sehr häufig.
Unsere Zucht begann mit einem Traum: Noch bevor ich mir die ersten Alpakas anschaffte, träumte ich von einer Insel in einem breiten Fluss, zu der mich ein alter Mann in einem Ruderboot brachte. Dort kam eine ganze Herde Suri-Alpakas auf mich zugaloppiert, alle mit glänzenden Pencil-Locken bis zum Boden. Ein Suri stellte sich stolz vor mir auf und sagte: „Willkommen in unserer Welt!“ Kurze Zeit später wurde der Traum Wirklichkeit – unser Betrieb war der erste, der im Jahr 2000 mit 22 Suristuten und zwei Surideckhengsten die Surizucht in Deutschland begann.
