Über uns

Der Standort Remsa

In Remsa (Kreis Nordsachsen) befindet sich der wohl erste deutsche landwirtschaftliche Haupterwerbsbetrieb mit Schwerpunkt Alpakazucht. Seit 1999 bewirtschafteten wir zunächst 5 ha; bereits 2000 wuchs der Bestand mit dem ersten Direktimport auf ca. 80 Alpakas. Mittlerweile halten wir ca. 170 Alpakas und bewirtschaften in Remsa und Umgebung ca. 18 ha sowie ein wenig Wald.

Remsa wurde 1350 erstmals erwähnt und besteht heute aus zwei denkmalgeschützten Vierseithöfen aus dem 19. Jahrhundert. Mit derzeit acht Einwohnern ist es einer der kleinsten Orte Sachsens – in Alleinlage in einer leicht welligen Landschaft, ca. 4 km von Wermsdorf.

Alte Karte des Amtes Oschatz aus dem 17. Jahrhundert
Alte Karte aus dem 17. Jahrhundert vom Amt Oschatz im Kreise Meißen – Remsa wurde damals „Rembse“ geschrieben und liegt etwa in Bildmitte direkt unter Wiederoda.

Die Familie Kraft in Remsa

Seit mehreren Generationen hat in Remsa die Familie Kraft gewirtschaftet – sie ist seit ca. 250 Jahren in der Region ansässig. Die sächsischen Krafts beginnen ihre Stammreihe mit Martin Kraft, der im 18. Jahrhundert aus der Steiermark nach Sachsen kam und Rittergutspächter in Motterwitz bei Leisnig war; er verstarb 1762.

Kraft-Remsa war vor der DDR-Zeit in Sachsen ein Begriff, unter anderem für die Kaltblüterzucht. Bis 1953 bewirtschaftete unser Onkel Ernst Kraft die beiden Güter, die als Musterbetriebe galten; 1953 musste er mit seiner Familie den Hof verlassen. Die nachfolgende LPG hat in den 37 Jahren bis zur Wende sämtliche Gebäude ziemlich heruntergewirtschaftet.

Haupthaus des Kraft'schen Gutes, heute Ruine
Haupthaus des Kraft'schen Gutes, heute Ruine

Wiederaufbau

1999 erwarb Hartwig Kraft von Wedel die beiden Hofstellen von seinem Vetter Dieter Kraft und begann, die erste professionelle Alpakazucht Deutschlands aufzubauen. Aus der Familientradition heraus wollen wir hier langfristig wieder etwas aufbauen, Harmonie und Schönheit fördern, Kultur und Zukunftsträchtiges ansiedeln.

2003 begannen wir mit der umfassenden Sanierung der Außenfassade des Haupthauses auf dem oberen Hof, dem Planitz'schen Gut; 2007 waren die letzten Arbeiten fertig. Im Landeswettbewerb Ländliches Bauen 2007 wurden Katharina & Hartwig Kraft von Wedel dafür ausgezeichnet – als einzige Preisträger im Landkreis Torgau-Oschatz. 2013 zog die Familie nach Wiederoda, 2017 wurde der obere Hof an eine Familie aus Leipzig verkauft.

Im Sommer 2001 wurde der Verein „NEUES LEBEN in Remsa S.D.G.“ gegründet – zur Förderung geistigen und kulturellen Lebens im ländlichen Sachsen und der Denkmalpflege in Remsa. Der Verein hat bereits Lehmbauworkshops, Kinderfeste sowie Trommel- und Tanzworkshops veranstaltet.

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